Hallo (Toycamera-)Welt!

Und was hast du für eine Kamera? Mit dieser Frage wird der Fotograf, die Fotografin gerne vermessen. Hasselblad, Nikon, Canon, Leica? Alles klar! Dieser Bildkünstler ist echt, vertrauenswürdig und professionell!

Was aber, wenn die Antwort lautet: „Ich benutze Toycameras mit Plastiklinsen“? Die Verwunderung ist dann meist groß. Ungläubigkeit mischt sich mit Skepsis: „Machst du Witze?“ – „Dieses Plastikding soll echte bzw. gute Fotos machen?“ – „Was kostet denn so ein Apparat? 20-40 Euro? Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen!“

Die Skepsis ist natürlich nachvollziehbar. Sehen die Plastikkameras doch anders aus als ein „echter“ Fotoapparat. Dann ist da noch die Tatsache, dass sie analoges Filmmaterial verwenden. Für unkundige Zeitgenossinnen und Zeitgenossen ist das alles sehr merkwürdig.

Aber die fotografischen Ergebnisse vertreiben schnell die Vorbehalte und wecken Begeisterung. Ein gutes Bild ist eben mehr wert als 1.000 skeptische Worte. Ein gutes Bild! Denn auch für Toycameras gilt der Satz: Ausschlaggebend ist die Person hinter der Kamera, nicht die Kamera an sich. Denn so wenig, wie eine Hasselblad oder Nikon garantiert gute Bilder machen, nur weil sie teuer sind, produziert auch eine Plastiklinsenkamera keine schlechten (oder guten) Bilder, nur weil sie billig ist.

Der Griff zu einer dieser Spielzeugkameras eröffnet ganz neue fotografische Perspektiven, beglückt mit einer einzigartigen Ästhetik und ändert vor allem das Erlebnis des Fotografierens massiv.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.